Coby

Hello world! Please change me in Site Preferences -> This Category/Section -> Lower Description Bar

16

Okt 2012

Coby Kyros MID 7022

in Coby

coby kyros mid7022Der amerikanische Hersteller Coby bietet mit seinem Coby Kyros MID 7022 Tablet PC eine preisgünstige Variante in diesem Segment an. Das Produkt ist mit unter 100 Euro bei einigen Händlern sehr günstig zu haben und klingt vor allem für Einsteiger erst einmal interessant. Hauptkonkurrent sind vor allem Tablets bekannter Supermarktketten und Billigmodelle anderer Hersteller.

 

Solide Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gerätes ist solide, allerdings merkt man im Finish, dass der günstige Preis nicht von ungefähr kommt. So ist das Display nicht 100 Prozent passend in das Gehäuse eingearbeitet und drückt man auf das Display, gibt dieses nach. So sollte es eigentlich nicht sein. Der Matte Titanlook gibt dem Tablet PC eine gewisse Eleganz und vermeidet zudem hässliche Fingerabdrücke.
Mit einer Länge von 192 mm, einer Breite von 121 mm und einer Tiefe von 11 mm liegt der 7-Zoller auf dem Niveau vergleichbarer Konkurrenzprodukte. Beim Gewicht überrascht es aber wieder positiv: mit 385 Gramm ist es leichter als viele Mitbewerber. Wer seinen Tablet PC ständig mit sich trägt, wird diesen Punkt dankbar zur Kenntnis nehmen. So ist seine Kompaktheit ein echtes Kaufargument.
Schlechte Kamera nur bedingt geeignet für Videochats.


Die Anschlüsse des Kyros sind gut erreichbar an der Unterseite angebracht. Mit einem Mini-USB-Port kann man das Tablet an einen Desktop PC oder Laptop anschließen. Eine Ladung des Gerätes erfolgt dabei allerdings nicht, laden kann man Gerät nur mittels des Ladekabels. Ein Mini-HDMI-Anschluss lässt zu, Bilder oder Filme über einen externen Monitor laufen zu lassen. Des weiteren gibt es den obligatorischen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, die Ladebuchse und einen Kartenschacht für eine Micro-SD-Karte. Das Kyros verfügt über eine Frontkamera, die mit 0,3 MP auflöst. Das ist nicht viel und eine weiterer Tribut an den niedrigen Preis. Zudem lässt sich er der Winkel der Kamera sehr schlecht justieren, so dass sie sich nur bedingt für Videochats eignet. Aber Barcodes können erkannt werden.

Der Internetzugang könnte besser sein

Auch beim Internetzugang wurde gespart, so verfügt das Gerät lediglich über WLAN 80.11 b/g. Das ist für heutige Verhältnisse und Standards wenig. Da gibt es andere Geräte, die das für einen geringen Aufpreis besser können. Ansonsten ist die Ausstattung mit Ladegerät, Verbindungskabel zum PC, Tasche und USB-Adapter-Kabel recht komplett. Hier wurde noch USB 2.0 verbaut.
Hauseigener Appstore
Durch das Betriebssystem Android hat man Zugriff auf viele Apps, allerdings setzt Coby auf einen hauseigenen Appstore, der leider nicht ganz aktuell ist und somit viele populäre Apps nicht verfügbar sind oder nicht in der neuesten Version erhältlich sich, das ist ärgerlich. Um Up-to-date zu sein muss man sich also den Android Market selber installieren, was nicht so einfach ist, oder bei Drittanbietern fündig werden. Google Dienste, wie Maps oder Mail, sind noch nicht vorinstalliert und müssen selber auf das Tablet gebracht werden.

Angenehme Bedienbarkeit des Touchscreens

Die Eingabe erfolgt über das Display, aber es gibt auch einige Hardware-Tasten für wichtige Funktionen, wie „zurück“. Die Tasten sind aber ungünstig platziert und lassen sich an den Seiten nicht intuitiv bedienen. Leider fehlt eine Lautstärkeregelung als Hardware-Taste, denn viele Apps verfügen im Betrieb nicht über eine Lautstärkeregulierung. Das ist am falschen Ende gespart. Dafür ist das Eingeben über die Tasten auf dem Display kein Problem. Man kann schnell eintippen und zumindest im Querformat sind die Tasten groß genug. Auch sonst arbeitet der Touchscreen zu voller Zufriedenheit, lediglich sind die Lagesensoren etwas nervös und bei einer kleinen Erschütterung kann es passieren, dass das Bild auf dem Kopf steht.

Veraltetes Betriebssystem

Das Gerät verfügt über einen ARM Cortex A8 Single-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1 GHz. Der Flashspeicher verfügt über 4 GB und 512 MB RAM. Der Speicher ist hier, wie auf einigen anderen getesteten Geräten sehr gering, läßt sich aber erweitern. Das Betriebssystem ist Android in der Version 2.3.3. Leider sind für das Gerät keine Updates auf 3.0 oder 4.0 möglich. Dafür ist das Kyros sehr sparsam was Strom angeht. Allerdings nutzt das nicht viel, wenn der Akku nicht der leistungsfähigste ist. Bei vollem Betrieb hält der Akku gerade 3 Stunden durch, bei normalem Gebrauch sind über 4 Stunden drin. Auch kein Spitzenwert. Ein weiterer Nachtteil ist die Helligkeit des Displays. Wegen der zu geringen Helligkeit, selbst bei maximaler Einstellung, des Bildschirms kann man das Gerät nur sehr eingeschränkt im Freien oder auf dem Balkon verwenden, denn man kann kaum etwas erkennen. Bei direkter Sonneneinstrahlung erscheint das Display gleich ganz schwarz. Dieses Problem teilt dieses Tablet noch mit einigen anderen Tablets der günstigeren Art.

Günstig, aber nicht alles gut

Zusammenfassend lässt sich sagen, das Gerät ist sehr günstig, aber für ein wenig Geld mehr gibt es schon weitaus bessere Geräte. So stören ein veralteter Internetzugang, die nervösen Lagesensoren und der bescheidene Akku. Für gelegentliches Mails lesen und schreiben ist das Coby Kyros Tablet sicher gut genug, aber für mehr nur bedingt geeignet.

Please select the social network you want to share this page with: